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    Schleckweda, am 17. April 2017

 





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Frohe Ostern



...Zeit für Neuigkeiten

Liebe Gäste

Ostermontag. Es ist schon einige Zeit vergangen, seit wir hier die neuesten Ereignisse erzählt haben. Gut also, dass heute ein kühler und nicht allzu freundlicher MitteAprilTag ist. So findet sich nun Zeit hierfür.

Lammzeit. Bauvorhaben. Landwirtschaftsalltag. Cafe Capra. Ziegenkäseherstellung.
So vieles ist schon in diesem noch jungem Jahr passiert.
Anfang des Jahres hat eine junge Studentin, Katja, ein Praktikum bei uns auf dem Hof gemacht. Und ich habe sie gebeten, diese Zeit zu beschreiben. Hier also das Neueste vom Ziegenhof Schleckweda aus ihrer Sicht:

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Nach zwei wunderschönen und ereignisreichen Monaten auf dem Ziegenhof in Schleckweda bin ich nun wieder zurück in meiner Wohnung in Halle und merke wie sehr mir doch der Ort, die Tiere und die Menschen dort ans Herz gewachsen sind. Ein landwirtschaftliches Praktikum, das im Rahmen meines Agrarwissenschafts-Studiums absolviert werden sollte, hat mich nach Schleckweda gebracht.

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Wo fängt man an zu erzählen, wenn der Kopf so voll ist mit Erinnerungen, Bildern, Eindrücken, Erlebnissen, Gerüchen, Geräuschen? Zumal ich die wahrscheinlich ereignisreichste Zeit im Jahresverlauf miterleben durfte: Die Lammzeit. Jede Hebamme hätte ihre Freude daran gehabt, wie gelassen, ruhig und selbstverständlich die Ziegen ihre Lämmer zur Welt gebracht haben. Und es war jeden Morgen eine riesengroße Überraschung bei Sonnenaufgang in den Stall zu kommen und zu sehen wie viele neue kleine Stallbewohner dazugekommen waren.

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Die Gruppe der Ziegen, die dieses Jahr zum ersten mal Mama geworden sind, haben durch die Bank weg wunderschöne schlappohrige Zicklein geworfen, da der stolze Vater ein kleiner Burenbock ist, der all seinen Kindern die Schlappohren vererbt hat.

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Auch die Ankunft der beiden Schweine habe ich miterlebt, die nun seit Mitte Februar auf dem Hof leben, glücklich, mit gekringelten Schwänzchen in der Sonne liegen, ihr Freigehege ordentlich umwühlen und täglich die bei der Käserei anfallende Molke mit Genuss schlürfen.

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Einer der schönsten Momente in diesen Wochen war der erste Weidegang. Erstaunlich war, dass die Ziegen bereits beim Anblick der Weidezäune, die Igor auf seiner Schulter zur Weide trug, scheinbar genau wussten, was nun kommen würde und sich alle erwartungsvoll vorm Ausgang tummelten, bis sich die Tür schließlich öffnete und alle auf die lang ersehnte grüne Wiese strömten und sich den Bauch vollschlugen.

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Ich könnte wohl noch stundenlang weiterberichten: Von meiner ersten Fahrt mit dem Traktor, vom Heranwachsen der Lämmer, die zunächst ganz zart und winzig neben ihren Müttern lagen, dann lauter kleine Kuschelhaufen miteinander bildeten und schon kurze Zeit später übermütig im Stall herumtollten, auf den Rücken ihrer Mütter balancierten und meine Schnürsenkel mit den Zähnen öffneten. Vom kleinen Zicklein Crément Ferrant, dessen Mama gestorben war, und der fortan mit in den Melkstand kommen durfte, wo er seine persönliche Milchbar genoss, unter den Ziegen herumlief um sich satt zu trinken, bis er schließlich beinahe größer und kräftiger war als seine zahlreichen Halbgeschwister. Von der kleinen Pero, wohl das neugierigste und zutraulichste Zicklein auf dem Hof, das jedesmal, wenn einer von uns den Stall betrat sofort angehopst kam um zu spielen, zu schmusen, auf den Schoß zu klettern und an den Haaren zu knabbern, bis sie schließlich sogar herausgefunden hatte, wie man den Reißverschluss meiner Jacke öffnet, was fortan ihre Lieblingsbeschäftigung zu sein schien. Von den köstlichen Käsesorten, die ich während meiner Zeit auf dem Hof verkosten und in der letzten Woche sogar zum Teil deren Zubereitung miterleben durfte. Von den Melkzeiten, Früh und Abends, die nie langweilig geworden sind, da fast immer irgendeine neue Herausforderung wartete. Vom großen Bock Albrecht (?), der zu jeder Mahlzeit damit beschäftigt war sicherzugehen, dass seine Stallgenossen auf keinen Fall mehr Hafer bekommen sollten als er und der es sich aus unerfindlichen Gründen zur Aufgabe gemacht hatte die leergefutterte Haferraufe mit seinen Hörnern über den Zaun zu schmeißen. Von einer der jungen Ziegen, die sich nicht so richtig an das Melken gewöhnen wollte und sehr wirkungsvolle, froschähnliche Sprünge erfand um dem Melkzeug auszuweichen, was sehr lustig aussieht, für den Melkenden allerdings eine ziemlich verzwickte Situation ist. Vom wunderbaren Gefühl, Abends geschafft ins Bett zu fallen und genau zu wissen, dass man die nächsten Tage einen ordentlichen Muskelkater mit sich herumtragen wird. Von dem kitschigen Anblick, wenn früh morgens die ersten Sonnenstahlen in den Stall fallen... Doch da dieser Text ja kein ganzes Buch füllen soll, behalte ich die übrigen Erinnerungen für mich und freue mich riesig darauf Igor und Astrid, die Ziegen, die Lämmer, die Böcke, die Schweine und den schönen Hof bald wieder zu besuchen. Wer weiß, vielleicht sind ja bis dahin schon einige Insekten in das neue Insektenhotel eingezogen oder vielleicht nistet ja auch ein Storch in dem Horst auf dem Café-Dach. Also, falls jemand einen Storch kennt, der noch einen Nistplatz sucht, sagt ihm, ich habe einen Ort entdeckt, der die Welt ein bisschen schöner macht, dort wäre noch ein Plätzchen für ihn frei.

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Soviel in Kürze vom Ziegenhof-Geschehen. Wer sich mit eigenen Augen oder anderen Sinnen einen Eindruck von Neuem und Altem auf dem Ziegenhof Schleckweda machen möchte ist natürlich herzlich eingeladen.

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Cafe Capra.



In unserem Hofcafe Cafe Capra bieten wir kleine Leckereien aus Ziegenmilch und andere feine Speisen zur Verkostung an.
Dazu empfehlen wir ein Gläschen Wein von regionalen Winzern. Wer lieber ein kühles Blondes mag, kann auch hier aus einer großen Auswahl leckerer Biobiere wählen. Für die "Süssen" unter unseren Gästen gibt es bei uns das wohl köstlichste Ziegenmilch-Eis in fünf leckeren Geschmacksrichtungen. Alles in allem also eine gute Grundlage, um einen entspannten und gemütlichen Tag auf dem Land zu geniessen.

Das Cafe Capra hat von März bis Oktober immer Sonntags von 11 bis 18 Uhr
und von April bis Juni zusätzlich Samstags von 14 bis 18 Uhr für Sie geöffnet.



Heppchenweise Kultur ist das Motto unter dem wir für Sie regelmässig Kulturveranstaltungen im Kreuzgewölbe veranstaten werden. Von Weinverköstigungen hiesiger Weine mit fachkundiger Einführung durch die Winzer des Elsertals, über Lesungen, Ausstellungen bis hin zu ....

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Heppchenweise Kultur

Veranstaltungen



 

18. August


Mediteraner Abend
musikalische und kulinarische Genüsse zum Sommer

Fado
Flamenco
Tango argentino
Oliver Jäger begleitet uns, inspiriert von diversen Musikstilen, durch den Augustabend.

Wir steuern ein mediteran inspiriertes Abendmenu dazu.


mit Anmeldung


18.8.2017
Zeit: ab 19 Uhr
Kosten: ja, kommt noch

Informationen und Reservierung unter
info[at]ziegenhof-schleckweda.de
oder 036693 22747


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